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Burnout – und nun?

Dienstag, 01. März 2011 - 17:03

Definition
Der Begriff Burnout ist in aller Mund und trotzdem gibt es verschiedene Aspekte, um einem eventuellen vorschnellen Schubladendenken vorzubeugen. Der ICD-10 (diagnostische Leitlinien der WHO) beschreibt das Syndrom Burnout als ein „Ausgebrannt-sein, Zustand der totalen Erschöpfung.“ Was sich im Detail hinter diesen Begriffen verbirgt möchte ich Ihnen gerne kurz erklären. Zudem möchte ich sie darüber informieren, welche Symptome, welche Ursachen und Entwicklungen ein Burnout bedingen und was SIE tun können, um einen Burnout zu erkennen, ihn zu vermeiden oder falls schon vorhanden ihn nachhaltig zu kurieren.

Symptome
Eines der Leitsymptome eines Burnout-Syndroms ist der „Zustand der totalen Erschöpfung“ (ICD-10, 2005). Selbst die kleinsten Aufgaben scheinen nun übergroß und selbst der Alltag ist schwer zu bewältigen. Personen, die ausgebrannt sind, ziehen sich in sich selbst zurück und damit kommt es zu einem extremen Abbau der Leistungsfähigkeit im

  • körperlichen
  • kognitiven (intellektuellen)
  • emotionalen
  • und sozialen Bereich.

Ursachen und Entwicklung
Die Ursachen für ein Burnout-Syndrom sind multifaktoral und multidimensional. Die Störung entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum die Energieabgabe größer ist als die Energiezufuhr. Dieser Prozess ist schleichend und zieht sich häufig über Monate oder sogar Jahre hin. Der Betroffene nimmt diesen allmählichen Energieverlust selbst kaum wahr und betreibt damit weiter Raubbau an seinen Ressourcen. Der Zustand dieses schleichenden Ressourcenverlustes trägt dazu bei, dass man selbst nicht immer wahrnimmt wie gering die letzten Energiereserven noch sind. Die Möglichkeiten des Auftankens nehmen ab und damit entsteht ein Teufelskreis aus Kraftlosigkeit und Mangel an Neuaufladung der Energie. Denn, wenn der Akku erst mal leer ist, braucht er immer länger, um wieder aufgeladen zu werden. Auch wenn es möglich ist durch eine richtige Auszeit den Energieverlust wett zu machen und einige Symptome zu mildern, so bleibt doch die Ursache des Burnouts unberührt. Die Gefahr wieder neu auszubrennen bleibt vorhanden.

Sich selbst nachhaltig zu behandeln scheitert meist an der multifaktoralen und multidimensionalen Ursache des Burnout-Syndroms. Denn neben dem bereits genannten Akkuproblem ist noch eine Vielzahl von anderen Faktoren vorhanden, die ein Burnout erst möglich machen. Die Betroffenen selbst sind dabei ja auch ein Teil dieses Zusammenspiels und es ist äußerst schwer ohne fremde Hilfe diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu erkennen. Eine Prävention oder Behandlung eines Burnouts bezieht die folgenden Faktoren mit ein: äußere Faktoren (beruflicher Stress), innere Faktoren (Motivation, Glaubenssätze und Konstitution), das Zusammenspiel und die Wechselwirkung der äußeren und inneren Faktoren, das System Burnout selbst und die betroffenen Umgebungssysteme (Familie, Freunde).

Keine Burnout-Behandlung aus der Schublade!
Eine Burnout-Behandlung aus der Schublade kann es angesichts der komplexen individuellen Konstellationen, die jedem Einzelfall zugrunde liegen, nicht geben! Das Erlernen von Entspannungstechniken, eine Verbesserung von Fertigkeiten zur Konflikt- und Problemlösung, ein besseres Gespür für die Grenzen der eigenen Belastbarkeit – all dies kann wichtig und hilfreich sein. Entscheidend ist, die eigenen diesbezüglich problematischen Muster zu reflektieren und – Schritt für Schritt – zu modifizieren.

Gerne erkläre ich Ihnen diese Mechanismen im Detail oder begleite Sie bei Ihrer Spurensuche.

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